Die 5 Human Design Typen – Was sagt dein Typ über dich aus?

Was ist dein Human Design Typ und was sagt der Typ überhaupt über dich aus? Lass es uns herausfinden! 🙂

Es gibt insgesamt vier bzw. fünf verschiedene „Energie-Typen“ im Human Design:

  • Generatoren
  • Manifestierende Generatoren (gehören eigentlich auch zu den Generatoren)
  • Projektoren
  • Manifestoren
  • Reflektoren

Die Manifestierenden Generatoren sind dabei eigentlich sehr eng verwandt mit den Generatoren und werden deshalb eigentlich meistens nicht als eigener Typ aufgeführt. Der Einfachheit in der Beschreibung halber werde ich die MGs hier als fünften Typ im Human Design behandeln, behalte aber bitte im Hinterkopf, dass sie eigentlich eine besondere Variante der Generatoren sind. 😉

Jeder dieser Typen hat besondere Eigenschaften und ganz spezielle Fähigkeiten. Darauf werden wir gleich eingehen. Aber lass uns zuerst herausfinden, welcher Human Design Typ du bist.

Wo finde ich meinen Human Design Typ?

Die Angabe zu deinem Human Design Typ findest du meistens neben deinem Chart. In meinem Fall ist das der Manifestierende Generator.

Human Design Typ Chart

Welcher Human Design Typ bist du?

Die Typen sind in verschiedenen prozentualen Anteilen innerhalb der weltweiten Bevölkerung verteilt. Projektoren, Reflektoren und Manifestoren machen zusammen nur ca. 30% der Weltbevölkerung aus. Ca. 70% aller Menschen sind Generatoren oder Manifestierende Generatoren.

Die Verteilung der Profile

Falls du jetzt also ein Projektor (ca. 21%), Manifestor (ca. 9%) oder sogar Reflektor (ca. 1%) sein solltest, dann hast du wahrscheinlich mit dem System unserer westlichen Gesellschaft zu kämpfen. Denn unsere Gesellschaft besteht zu ca. 70% aus Generatoren und Manifestierenden Generatoren, die mit einem definierten, sakralen Zentrum eine Quelle konstanter Lebensenergie in sich tragen – und damit quasi nonstop am „Machen“ sein können.

Das kann problematisch werden, wenn diese Energie zum Arbeiten („Schaffen“) auch von allen anderen erwartet wird. Denn eine dauerhafte, hohe Arbeitsleistung entspricht nicht unbedingt dem Design eines Projektors, Manifestors oder Reflektors! Sie sind eher zum leiten, beraten, visionieren und reflektieren des Bisherigen auf der Welt und können durch dauerhafte „Maloche“ besonders schnell ausbrennen.

Die Nicht-Sakralen-Typen sind damit super wichtig, um die Welt auf eine neue Bewusstseinsebene zu führen.

Bevor wir zu der Interpretation der fünf Human Design Typen kommen, ist noch ganz ganz wichtig zu sagen, dass dein Design perfekt für dich und deine Lebensaufgabe ist. Das Universum macht keine Fehler… 🙂

Im Human Design ist es niemals so, dass ein Typ/Profil/Design besser ist als ein anderes. Alles ist gleichwertig und immer im „Gesamtbild“ zu betrachten. Also lehne dich zurück, entspanne und lies dir einfach nur durch, was das Human Design zu sagen hat. 🙂

Hier also die fünf Human Design Typen in folgender Reihenfolge:

  • Reflektor
  • Manifestor
  • Projektor
  • Generator
  • Manifestierender Generator (MG)

Die Bedeutung der 5 Typen im Human Design

Human Design Reflektor

Keine definierten Zentren. Alle Zentren sind undefiniert.

Human Design Autorität Lunar

Ein Reflektor hat keine definierten Zentren und damit keine konstant bleibenden, eigenen Energien. Sie sind die „Spiegel“ der Menschheit, denn sie nehmen die Energie ihrer Umgebung besonders stark wahr.

Sie „reflektieren“ sozusagen ihr Umfeld. Und damit sind nicht nur die Energien anderer Menschen gemeint, sondern auch die Energie der Natur (Jahreszeiten, Planeten- und Sternenkonstellationen, …) Deshalb ist es für Reflektoren wichtig, im Einklang mit den Zyklen der Natur zu leben und bei wichtigen Entscheidungen mindestens einen Monat (einen Mondzyklus) lang abzuwarten. Das ist die ideale Strategie für Reflektoren.

Folgt ein Reflektor seiner Strategie und seiner Autorität (dazu später mehr), wird er automatisch Menschen und Umgebungen finden, die ihm gut tun. Dann kann er ganz frei von jeglicher Anhaftung und Identifikation die Welt beobachten und wird mit einem Gefühl von (freudiger) Überraschung belohnt.

Lebt ein Reflektor gegen sein Design, fühlt er dagegen wahrscheinlich eher eine tiefe, anhaltende Enttäuschung in Bezug auf sich selber und / oder den Zustand der Welt.

Strategie: Einen Mondzyklus zu warten
Nicht-Selbst-Thema: Enttäuschung
Signature: Überraschung

Human Design Manifestor

Das Sakralzentrum ist undefiniert und eines der drei anderen Motorzentren (Solarplexus-, Wurzel-, Herz-Zentrum) ist aktiv mit dem Kehl-Zentrum verbunden.

Manifestoren sind Vorreiter, Anführer und Visionäre, die dafür da sind, die Welt in eine neue Zukunft zu führen.

Du kannst dir einen Manifestor ein bisschen wie einen Kaiser im alten Rom vorstellen:

Der Kaiser hatte die Vision eines großen Reiches, aber hat die dafür notwendigen Kriege und Schlachten nicht selber geführt. Stattdessen hat er seine Soldaten losgeschickt, um fremde Länder für ihn einzunehmen.

Nun gefallen die Pläne des Kaisers a.k.a. Manifestors natürlich nicht jedem. Und genau das ist auch bei Manifestoren einer ihrer größten Schmerzpunkte: sie werden missverstanden (weil sie oft weiter denken als andere) und polarisieren. Denn von manchen Menschen wird der Manifestor mit seinen großen Träumen geliebt und sie beginnen, ihm zu folgen, von manch anderen Menschen wird der Manifestor aber gerade wegen seiner riesigen Visionen auch partout nicht gemocht, ja vielleicht sogar gehasst.

Damit die richtige „Anhängerschaft“ den Manifestor finden kann, ist es wichtig, dass er die anderen Menschen rechtzeitig und genau genug über seine Visionen informiert. Das ist die ideale Strategie für Manifestoren.

Folgt ein Manifestor seiner Strategie (zu informieren) und seiner Autorität (dazu später mehr), wird er mit einem Gefühl von (innerem) Frieden belohnt. Lebt ein Manifestor gegen sein Design, fühlt er dagegen wahrscheinlich eher eine anhaltende, tiefe Wut in sich (sein Nicht-Selbst-Thema).

Strategie: Andere frühzeitig und genau genug über ihre Visionen / Vorhaben zu informieren
Nicht-Selbst-Thema: Wut
Signature: Frieden

Human Design Projektor

Das Sakral-Zentrum ist undefiniert und das Kehl-Zentrum ist nicht aktiv mit einem der anderen Motorzentren (Solarplexus, Wurzel oder Herz) verbunden.

Projektoren „projizieren“ ihre Energie sozusagen auf ihre Umwelt. Und da sie eine sehr dichte, fokussierende Aura haben, kann das von ihrem Umfeld manchmal auch als unangenehm wahrgenommen werden.

Du kannst dir einen Projektor ein bisschen wie eine sehr helle Taschenlampe vorstellen, die ihren Lichtstrahl direkt auf die Stellen wirft, die beim Gegenüber nicht so gut funktionieren bzw. „noch im Dunklen liegen“. Sie wurden gemacht, um anderen Menschen „Licht ins Dunkle“ zu bringen und den Weg zu leuchten.

Ein Projektor sieht sofort, was bei seinem Gegenüber falsch läuft. Sie finden sofort den Fehler im System. Wenn ein Projektor diese Fehler jetzt aber sofort anspricht, wird sein Gegenüber schnell böse. Als ob er sein helles Licht direkt ins Gesichts seines Gegenübers strahlen würde und sagen würde: „Da läuft es in deiner Beziehung aber holprig….“ 😀

Viel eleganter ist es, wenn ein Projektor einfach nur angenehm leuchtet, indem er z.B. selber eine harmonische Beziehung hat. Die anderen Menschen werden dann ganz automatisch zu ihm kommen und nach seinen Geheimtipps fragen. Einfach, weil ein leuchtender Projektor super anziehend wirkt. Die beste Strategie für Projektoren ist es deshalb, auf eine wertschätzende und ehrlich gemeinte Einladung von anderen Menschen zu warten. (Einen ganzen Beitrag über die Besonderheiten und Strategie der Projektoren findest du hier.)

Es gibt verschiedene „Arten“ von Projektoren, je nach dem welche Zentren definiert und undefiniert sind:

  • Mentale Projektoren: Eine Kombination aus definiertem Kronen-, Ajna- und / oder Kehl-Zentrum, keine definierten Zentren unterhalb des Kehl-Zentrums
  • Energie Projektoren: Ein oder mehrere Motor-Zentren (Wurzel, Solarplexus oder Herz) sind definiert (aber nicht mit dem Kehl-Zentrum verbunden).
  • Klassische Projektoren: Definition unterhalb des Kehl-Zentrums, keine definierten Motor-Zentren

Je nach Projektor-Typ ergeben sich nochmal Besonderheiten in der Beschreibung, aber generell haben Projektoren durch das undefinierte, sakrale Zentrum keine konstante, intrinsische Quelle von Lebensenergie. Sie haben damit Phasen, in denen sie sehr viel Energie haben und schnell arbeiten können, aber dann benötigen sie auch wieder eine Ruhephase, um nicht auszubrennen. Das Schulsystem und die meisten Jobs unserer Gesellschaft gehen leider nicht auf dieses Bedürfnis ein.

Lebt ein Projektor nach seinem Design, wird er mit Erfolg belohnt. Lebt ein Projektor dagegen nicht nach seinem Design, fühlt er wahrscheinlich früher oder später sein Nicht-Selbst-Thema „Bitterkeit“.

Strategie: Auf die wertschätzende Einladung anderer Menschen warten
Nicht-Selbst-Thema: Bitterkeit
Signature: Erfolg


Human Design Generator

Das Sakral-Zentrum ist definiert und das Kehl-Zentrum ist nicht aktiv mit einem Motorzentrum (Solarplexus, Wurzel, Sakral, Herz) verbunden.

Generatoren haben viel sakrale Energie und sind sehr ausdauernd. Sie generieren sozusagen Energie. 🙂 Man kann sich Generatoren ein bisschen so vorstellen, wie Arbeitspferde: Extrem stark und super ausdauernd… , wenn sie denn Freude an ihrer Aufgabe haben.

Generatoren haben zwei besonders große Schmerzpunkte. Ein Schmerzpunkt ist, wenn sie dauerhaft Dinge machen, auf die sie eigentlich gar keine Lust haben und an denen sie ihre Energie nur „verschwenden“. Dann neigen auch Generatoren mit einem hohen, intrinsischen „Schaffenskraft-Potential“ zu Burnout. Der andere Schmerzpunkt von Generatoren ist es, wenn sie von der Arbeit an ihrem Herzensprojekt abgehalten werden, obwohl sie noch voller Power daran weiterarbeiten wollen. Ganz nach dem Motto: „Lieber Generator, es ist schon zu spät. Mach jetzt mal endlich Feierabend.

Generatoren haben also viel Energie, um Dinge in ihrem Leben materialisieren zu können, allerdings funktioniert das „Manifestieren“ hier anders als bei den Manifestoren. Die Energie des sakralen Zentrums wird nämlich vor allem dann frei, wenn es auf Impulse reagieren kann. Nicht initiieren, sondern reagieren ist hier die Devise. 🙂

Die erfolgreichste Strategie für Generatoren ist es, auf ein Zeichen (vom Universum) zu reagieren und dann, wenn das sakrale Zentrum „Ja! Lass uns loslegen!“ schreit, durch Aktion auf dieses Zeichen zu antworten. (Bei Generatoren mit emotionaler Autorität würde dieser Ratschlag noch um das „Abwarten der emotionalen Wellen“ ergänzt werden, aber dazu später mehr.)

Wenn ein Generator seine Energie im Einklang mit seinem Design nutzt, kann ihn niemand aufhalten. Ein Generator, der nach seinem Design lebt, wird dann mit einer tiefen Zufriedenheit bzw. einem Gefühl tiefer Erfüllung belohnt. Lebt ein Generator nicht nach seinem Design (das passiert vor allem, wenn Generatoren andauernd etwas initiieren wollen), begegnet er wahrscheinlich früher oder später einem Gefühl anhaltender Frustration und/oder einem Mangel an Energie.

Strategie: Auf Zeichen antworten / zu reagieren (Mehr dazu siehe hier.)
Nicht-Selbst-Thema: Frustration (bzw. Energielosigkeit)
Signature: Zufriedenheit / Erfüllung


Human Design Manifestierender Generator

Human Design Typ Manifestierender Generator

Das Sakral-Zentrum ist definiert und das Kehl-Zentrum ist mit mindestens einem der Motoren (Solarplexus, Wurzel, Sakral, Herz) verbunden.

Manifestierende Generatoren (kurz: MG) zählen zwar tatsächlich eigentlich auch zu den Generatoren, haben aber durch eine aktive Verbindung von einem der vier Motorzentren zum Kehl-Zentrum auch Manifestor-Eigenschaften in sich. Sie sind also ein bisschen so etwas wie ein Hybrid aus Manifestoren und Generatoren.

Durch das definierte, sakrale Zentrum haben sie (genau wie die Generatoren) konstant sakrale Energie zur Verfügung und es gilt der gleiche Ratschlag, wie für Generatoren: Nicht initiieren, sondern auf Impulse reagieren.

Aber (im Gegensatz zu den Generatoren) können sie beim „Manifestieren“ Schritte überspringen und damit blitzschnell Dinge in ihr Leben ziehen. Und auch, wenn das erstmal super klingt, birgt aber zwei große Probleme:

Erstens: Manchmal sind MGs zu schnell und überspringen wichtige Schritte. In einem solchen Falls müssen sie nochmal „zurück gehen“ und die fehlenden Schritte nachholen. Das kann schnell zu Frustration, dem Nicht-Selbst-Thema von MGs, führen.

Zweitens: MGs neigen durch ihre Schnelligkeit auch gerne dazu, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Sie reagieren auf viele verschiedene Impulse und fangen mehrere Projekte gleichzeitig an. Wenn Strategie und Autorität dann nicht mit „im Boot sitzen“, kann die Schaffensfreude der MGs auch hier schnell in Frustration umschlagen.

Damit die eigene Schnelligkeit einem MG also auch wirklich dienlich sein kann, ist zuerst die gleiche Strategie wie bei Generatoren ratsam: Auf Zeichen (vom Universum) zu warten bzw. zu reagieren und erst dann loszulegen, wenn das sakrale Zentrum (auch nach einem „Antesten“) „Ja! Finde ich (immer noch) toll!“ ruft  (bzw. die innere Autorität auch zustimmt – dazu hier mehr!). Außerdem können auch begonnene Projekte regelmäßig überprüft werden, ob das sakrale Zentrum / die eigene Autorität sie immer noch gut findet.

Ist all das gegeben, können MGs eine tiefe Zufriedenheit und Erfüllung aus ihrem Schaffen ziehen. Dann macht es ihnen auch nichts aus, an verschiedenen Projekten parallel arbeiten. Ganz im Gegenteil: Der Satz „Mach doch erstmal eine Sache fertig, bevor du die nächste startest…“ ist dann eher ein großer Schmerzpunkt. Bei „korrekter Anwendung“ kann es nämlich gut sein, dass ein MG seine Schaffensfreude erhält, wenn er Abwechslung / Spaß hat und in einen „Spiel-Modus“ verfällt.

Strategie: Auf Zeichen zu antworten
Nicht-Selbst-Thema: Frustration (bzw. Energielosigkeit)
Signature: Zufriedenheit / Erfüllung

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Wichtig ist jetzt noch zu sagen, dass dein Human Design Typ nur dein „Überbau“ ist. Eine eher grobe Klassifizierung, die mit der typ-spezifischen Strategie aber eine sehr wichtige Information für dich enthält. Merke die also unbedingt deine ideale Strategie und schaue gerne mal, wo du sie in deinem Leben ausprobieren kannst.

Bevor wir mit den Nicht-Selbst-Themen der Typen weitermachen, schauen wir uns nochmal ein tolles Beispiel an, dass dir die fünf Typen hoffentlich noch ein bisschen klarer und anschaulicher beschreiben kann. Vorhang auf für „die Kunst-Analogie„. 🙂

Die Kunst-Analogie

Die Kunst-Analogie Um ein bessere Verständnis zu den fünf Human Design Typen zu bekommen, gibt es jetzt die „Kunst“- Analogie. In dieser Analogie zeige ich dir, wie jeder Human Design Typ seine eigene Strategie hat, um sein Traumleben zu erschaffen.

Das Beispiel geht wie folgt:

Im Kunstunterricht sind alle fünf Typen vertreten. Der Dozent stellt die Aufgabe, ein ein schönes Bild vom Strand mit Wasserfarben zu malen. Wie reagieren nun die fünf Typen darauf?

Generatoren und Projektoren

Wenn das sakrale Zentrum der Generatoren anspringt (und die Autorität zustimmt), reagieren sie direkt auf den Impuls des Kunstlehrers. Sie arbeiten zwei Stunden lang durch und malen die perfektesten Strandbilder. Diese präsentieren sie dann vor allen anderen und sagen: „Das sind unsere Bilder. Na, wie findet ihr sie?” (Sie warten auf einen äußeren Impuls, legen los (wenn die Autorität zustimmt), liefern Weltklasse Ergebnisse und bieten ihre Kreationen an.)

Die Projektoren dagegen warten erstmal ab. Hat der Kunstlehrer sie mit aufrichtiger Wertschätzung behandelt, nehmen sie die Einladung an. Sie legen allerdings nicht direkt mit dem Malen los, sondern warten erstmal so lange, bis sie sich danach fühlen (a.k.a. einen Energieschub haben). Dann ziehen sie sich in eine Ecke zurück und fangen an zu malen. Alle anderen Typen in der Klasse sehen nur das Fliegen von Farben und die geschickten Pinselstriche der Projektoren und erahnen schon, dass da gerade etwas Tolles erschaffen wird. Die anderen werden neugierig.

Sobald die Projektoren fertig sind, präsentieren sie ihre Ergebnisse aber nicht direkt vor der Klasse. Erst wenn die anderen zu ihnen kommen und fragen, wie sie denn diese tollen Bilder vom Strand gemalt haben, beginnen die Projektoren damit, ihre wunderbaren Ergebnisse vorzustellen und den anderen gegebenenfalls sogar Tipps für die richtige Pinselführung und Farbmischung zu geben. Sie warten also auf die wertschätzenden Einladungen anderer und nehmen Rücksicht auf ihre momentane Energie.

MGs, Reflektoren und Manifestoren

Die Manifestierenden Generatoren reagieren auf die Ansage des Kunstlehrers, legen sofort los und malen aber nicht nur Bilder vom Strand. Sie arbeiten zwar vielleicht erst ein bisschen an ihrem Bild vom Strand, sehen dann aber auf einem Buchcover einen Delfin und fangen plötzlich auch noch an, ein Bild von Delfinen zu malen – denn das macht ihnen gerade total Spaß. Dann sehen sie draußen ein paar Bäume stehen und haben Lust auf ein Palmen-Bild. Doch während sie beginnen, das Palmen-Bild zu malen, verlieren sie ihre Freude daran und hören lieber wieder auf damit.  

Nach zwei Stunden haben sie also nicht nur ein Bild gemalt, sondern drei verschiedene Bilder angefangen und ihre liebsten zwei davon fertig gemalt. Diese beiden Bilder präsentieren die MGs dann stolz vor der Klasse: „Na, welches dieser Bilder gefällt euch am besten?“

Sie reagieren also auf die Ansage des Kunstlehrers, testen verschiedene Dinge an und haben kein Problem damit, an mehreren Dingen gleichzeitig zu arbeiten. Sie erhalten dadurch sogar mehr Energie und können dann blitzschnell kreieren.

Die Reflektoren wiederum malen gar nicht, denn sie sind nicht zum klassischen „Arbeiten“ gemacht. Sie gehen durch die Klasse, schauen sich die Bilder der anderen an und geben den anderen gigantisches Feedback. Sie reflektieren die Energien der anderen und sind dadurch super Spiegel für ihre Mitmenschen.

Die Manifestoren malen auch nicht. Sie sagen: „Hä? Warum denn Wasserfarben? Das ist doch was für Kleinkinder. Ich finde Graffiti viel cooler. Lasst uns Graffitis sprühen.“ Sie haben Visionen, informieren die anderen darüber und leiten sie dann in eine neue Zukunft.

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Weiter gehts: Not-Self-Themes des Human Design

Das war also die fünf Human Design Typen und das Beispiel aus dem Kunstunterricht. Ich hoffe, du konntest dadurch ein besseren Gefühl für die Funktionsweise der fünf Designs bekommen. Wenn es dich interessiert, kann ich dir noch ein kurzes, sehr anschauliches Video von Ra Uru Hu zu den Auren der fünf Human Design Typen empfehlen. Du findest das Video hier.

An dieser Stelle nochmal ein kleiner Disclaimer: Bitte lies dir all das hier erstmal nur ganz undogmatisch durch, beobachte dich und deine Umgebung und obiere vielleicht den ein oder anderen Aspekt mal in kleinen Bereichen aus. Human Design ist keine Wissenschaft und keine Religion. Es geht um Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Beobachtung, Nicht-Vergleichen und Selbst-Experimente. Alles, was dir das Leben leichter / schöner / interessanter macht, ist gut. Alles, was für dich nicht funktioniert, musst du auch nicht annehmen. Behalte es einfach im Hinterkopf und beobachte. 😉

Ansonsten geht es jetzt weiter mit den Not-Self-Themes bzw. Nicht-Selbst-Themen des Human Design:

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Sandra

    Liebe Cati, hier würde mich interessieren, mit welcher Aura MG`s „unterwegs“ sind quasi :-). Denn auch ich bin MG 2/5. Haben wir in dem Moment eine Mischung aus beiden Auren? Einladend und abweisend? Bin sehr gespannt und freue mich auf Dein Feedback.
    Liebe Grüsse Sandra

    1. Cati

      Liebe Sandra,
      in Bezug auf die Aura zählen MGs zu den Generatoren – sie haben also eine eher einladende Aura. 🙂
      Viele liebe Grüße!
      Cari

  2. Steffi

    Liebe Cati,
    Ich bin auch MG, wie verhält es sich mit der Frustation, wie geht man damit um bzw. was ist der Marker?
    Dann ist da noch emotional- Sokar Plexus, dazu habe ich die gleiche Frage. Habe noch nicht soviel Wissen über Human Design.
    Lieben Dank
    Grüsse
    Steffi

    1. Cati

      Hallo liebe Steffi und vielen Dank für deine Frage!
      Als ersten Schritt würde ich einfach erstmal nur beobachten, wann ich mich als MG frustriert fühle. Bei MGs kann Frustration nämlich ein Zeichen dafür sein, dass sie nicht nach ihrer Strategie & Autorität gehandelt haben und deshalb in ihr „Nicht-Selbst-Thema“ gerutscht sind (siehe verlinkter Beitrag unten im Text). Wenn man als MG also eine tiefe, anhaltende Frustration fühlt kann man also mal schauen, wo man vielleicht nicht nach seiner Strategie („auf Zeichen warten“) gehandelt oder auf seine Autorität (in deinem Fall: Emotional – Solar Plexus) geachtet hat. Zu den verschiedenen Autoritäten findest du hier auf diesem Blog auch einen Beitrag und ein extra Beitrag zu MGs folgt demnächst. Das kann dich hoffentlich noch ein bisschen besser in das Thema einführen. 🙂 Ansonsten gilt aber auch hier: Achtsamkeit, Bewusstheit und liebevolles Ausprobieren sind die wichtigsten Schlüssel. 🙂

      Ich wünsche dir ein tolles Wochenende und sende viele liebe Grüße!
      Cati

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