Was ist ein Globaler Zyklus im Human Design? – Was ändert sich 2027?

2027 wird ein Jahr mit besonderer Bedeutung. Denn in diesem Jahr beginnt laut Human Design ein neuer, globaler Zyklus. Bevor wir uns allerdings anschauen, was im Jahr 2027 passieren wird, würde ich gerne auf das Thema „Globaler Zyklus“ eingehen.

Also: Was ist ein globaler Zyklus im Human Design? Wie lange dauert ein Zyklus? Und welches Inkarnationskreuz bestimmt welche Phase?

All das (und mehr) in diesem Beitrag! 🙂

(Falls du nur an bestimmten Aspekten zum Thema interessiert bist, kannst du das Inhaltsverzeichnis links bzw. unten aufklappen und zu den entsprechenden Stellen springen.)

Was ist ein globaler Zyklus im Human Design?

Globale Zyklen („global cycle“) im Human Design sind quasi sowas wie die Hintergrundthemen- und Frequenzen, die für einen Zeitraum von ca. 400 Jahren alle Menschen beeinflussen und unsere menschliche Evolutionsgeschichte prägen.

Unser persönliches System ist also nur ein System innerhalb eines größeren Systems – nämlich dem des Kosmos. Oder, wie es so schön auf Englisch heißt „A story within a story!“

Um das ganze mal etwas anschaulicher zu machen: Ein globaler Zyklus ist ein bisschen so, wie ein Level in einem Computerspiel.

Alle Menschen eines Zyklus spielen dieses Level gemeinsam. Es gibt bestimmte Aufgaben zu meistern, bestimmte Erfahrungen zu machen und bestimmte Gegner zu besiegen.

Ist das Level nach ca. 400 Jahren abgeschlossen, gibt es ein „Level Up“ . Das bedeutet, die Helden bekommen neue Fähigkeiten, Rüstungsteile oder Ähnliches. Die Helden (wir) sind jetzt „stärker / weiter“ als vorher und haben das nächste Level mit anderen Aufgaben, Gegnern und vollkommen neuem Wachstumspotential vor sich.

Ein globaler Zyklus ist die Bühne für unsere Evolutionsgeschichte. Es ist das Hintergrundthema, das die Menschheit als Teil unserer Evolution meistern muss.

Karen Curry Parker (aus dem Englischen übersetzt)

Wie entsteht ein globaler Zyklus?

Kurz gesagt: Laut Human Design übertragen sogenannte Neutrinos die Informationen des Kosmos in unsere DNA.

Da sich unsere Position auf der Oberfläche der Erde in Bezug auf den Fixsternhimmel allerdings stetig ändert (Präzession der Erdachse), ändert sich auch diese kosmische Informationsflut, die die Neutrinos übertragen.

Nach ca. 400 Jahren ist die Veränderung so groß, dass ein ganz neues Inkarnationskreuz das irdische Geschehen beeinflusst.

Das war die Kurzvariante. 🙂

Für alle Linie 1er hier möchte ich zur Beantwortung dieser Frage nochmal etwas ausholen. Dafür werden wir zuerst kurz (& einfach) die Neutrinos und die Präzession der Erdachse wissenschaftlich betrachten, bevor wir auf die Verknüpfung beider Dinge im Human Design eingehen.

Beginnen wir mit den Neutrinos!

Die Rolle der Neutrinos im Human Design

Neutrinos sind Elementarteilchen, die sich (fast) mit Lichtgeschwindigkeit bewegen und eine sehr geringe Masse haben. Sie entstehen z.B. bei radioaktiven Zerfällen, oder auch bei einer Vielzahl von Wechselwirkungsprozesse, die u.A. in Sternen wie unserer Sonne stattfinden.  Das ganze Universum ist voll von Neutrinos und wir werden konstant von Neutrino-Strömen durchflutet!

Warum wir davon nichts merken?

Nun, die Neutrinos sind winzig, haben kaum Masse, sind elektrisch neutral und wechselwirken nur sehr selten mit anderen Teilchen. Deshalb können sie auch problemlos Lichtjahre an Entfernungen zurücklegen. Ein Strahl von Neutrinos kann fast ungehindert durch dicke Materieschichten, wie z. B. die ganze Erde, hindurch gehen.

So weit der wissenschaftliche Teil zu den Neutrinos.

Laut Human Design nehmen diese Neutrino-Ströme bei ihrer Reise durchs Universum die Frequenzen der Himmelskörper auf, die sie passieren und übertragen diese Frequenzen / Informationen auf uns Menschen, wenn sie uns passieren.

„Wir nehmen die Neutrino-Intelligenz aus dem weiteren Universum auf. Sie liefert die Programmierung für unseren evolutionären Fortschritt. „
(Achtung, dieser Teil ist wissenschaftlich nicht belegt. Es handelt sich hier also erstmal nur um eine Theorie des Human Design Systems. 🙂 )

Jetzt hängen die Informationen, die uns die Neutrinos laut Human Design übertragen, natürlich von den Himmelskörpern ab, die sie auf ihrem Weg zu uns durchqueren. Und hier kommt ein zweiter, wichtiger Teil mit ins Spiel: die Präzession der Erdachse.

Die Präzession der Erdachse

Okay, hier mache ich es mir ausnahmsweise mal einfach. 😀 Die Präzession der Erdachse mit Worten zu beschreiben, ist viel schwieriger, als sie in einer Animation zu erklären. Ich verweise deshalb also nur auf dieses kurze Youtube-Video.

Das Rave-Mandala und der Ursprung der Inkarnationskreuze

Jetzt bleibt natürlich die Frage: Was hat die Präzession der Erdachse mit den globalen Zyklen im Human Design zu tun?

Praezession der Erdachse - Globaler Zyklus im Human Design
Quelle: NASA

Dafür nehmen wir nun den Teil mit den Neutrinos und kombinieren ihn mit dem Teil über die Präzession! Denn die Hintergrundfrequenz, die die Neutrinos auf uns übertragen, hat natürlich *Überraschung* mit dem Hintergrund zu tun!

Die veränderte Neigung der Erdachse im Bezug zum Fixsternhimmel (also der veränderte Hintergrund) setzt uns einem veränderten Neutrino-Strom aus.

Wenn man diese Bewegung nun auf ein Rave-Mandala übertragen möchte, dann braucht man zur Darstellung dieses Effekts zwei „Ringe“ mit den 64 Nummern der Hexagramme. (Über das Rave-Mandala möchte ich in Zukunft nochmal einen extra Beitrag schreiben. Also… stay tuned! 🙂 )

Wir haben einmal den äußeren (im Bild blauen) Ring und jetzt noch zusätzlich einen inneren (im Bild gelben) Ring.

In dem äußeren Ring sind die Tore in einem dunkleren blau hervorgehoben, die ihren Sitz im G-Zentrum haben (Tore 25, 13, 10, 1, 46, 7, 15 und 2). (Wenn wir auf das G-Zentrum schauen, dann schauen wir auf das „Schloss„. Denn das G-Zentrum ist es, was uns an das kosmische Programm anschließt. „Schlüssel-Schloss-Prinzip„)

Der innere (gelbe) Ring dreht sich jetzt alle ca. 400 Jahre um ein Feld / Tor im Uhrzeigersinn weiter und berücksichtigt dadurch den Effekt der Präzession der Erdachse im Mandala. (Der blaue Ring bleibt fest!) Ein globaler Zyklus ist also ein „Tick“ des inneren (gelben) Rings im Uhrzeigersinn.

Stand vorher also das gelbe Tor 9 im blauen Tor 10 (linkes Bild, aktueller, globaler Zyklus), wird im Jahr 2027 das gelbe Tor 34 im blauen Tor 10 stehen (rechtes Bild, kommender, globaler Zyklus).
Und stand vorher das gelbe Tor 37 im blauen Tor 46 (linkes Bild), wird im Jahr 2027 das gelbe Tor 55 im blauen Tor 46 stehen (rechtes Bild).
Nochmal: Der innere (gelbe) Ring dreht sich alle ca. 400 Jahre um ein Feld weiter!

Aus dieser neuen Positionierung der gelben Tore lassen sich jetzt auch die Inkarnationskreuze des jeweiligen Zyklus ablesen:

Die Tore 37, 40, 9 und 16 entsprechen dem Kreuz der Planung (linkes Bild, Jahre 1615-2026, aktueller, globaler Zyklus ) und die Tore 55, 59, 34 und 20 dem Kreuz des schlafenden Phönix (rechtes Bild, Jahre 2027-2438, kommender, globaler Zyklus ).

Aus den restlichen vier dunkelblauen Toren des G-Zentrums ergibt sich außerdem noch jeweils ein zweites Inkarnationskreuz: Das Kreuz der Maya in den Jahren 1615 bis 2026 (linkes Bild) und das Kreuz der Penetration in den Jahren 2027 bis 2438.

Was genau diese Kreuze jetzt für die jeweiligen Zeiträume bedeuten, kannst du hier und hier nachlesen. 🙂

Struktur & Historie der Globalen Zyklen

Okay. Jetzt wo wir wissen, was ein globaler Zyklus ist und wie wir die zugehörigen Inkarnationskreuze aus dem Rave Mandala ablesen können, können wir auf die Struktur der globalen Zyklen eingehen. Denn das wird nochmal sehr interessant!

Wir hatten uns ja schon die Präzession der Erdachse angeschaut. Diese Präzession dauert laut Wikipedia ca. 25.700 bis 25.800 Jahre. Also in ca. 25.750 Jahren hat sich die Erdachse einmal „gekreiselt“ und ist wieder an ihrem Ausgangspunkt angekommen.

Im Human Design wird dies durch den Wechsel der Tore im inneren (gelben) Ring dargestellt. Alle ca. 400 Jahre dreht sich die innere Scheibe im Uhrzeigersinn um ein Feld weiter.

Nach 64 Toren ist eine komplette Runde abgeschlossen.

64 mal 400 Jahre macht 25.600 Jahre.

Und tatsächlich ist ein globaler Zyklus nicht genau 400 Jahre, sondern ein paar Jahre mehr, sodass eine Runde durch das innere (gelbe) Rad im Human Design ziemlich gut mit der Dauer für einen Zyklus der Erdachsen-Rotation übereinstimmt!

Übersicht über die globalen Zyklen (+ Struktur)

Insgesamt werden diese Runden à la ~ 26.000 Jahre weiter unterteilt – nicht nur in 64 Schritte mit ~ 400 Jahren, sondern in Gruppen mit jeweils 8 globalen Zyklen, eine sogenannte Epoche.

Im folgenden Bild ist eine Epoche jeweils in einer Farbe (blau, grün, gelb, …) dargestellt:

In jeder Epoche sind also 8 globale Zyklen, von denen jeweils ein globaler Zyklus in einer dunkleren Farbe hervorgehoben ist.

Nehmen wir als Beispiel mal die aktuelle Epoche (blau, unten). Diese Epoche beginnt mit einem globalen Zyklus (von 33 v. Chr. bis 378 n. Chr.), der in einer dunkleren Farbe dargestellt ist, als der Rest dieser Epoche.

Warum?

Weil er eine „Schloss“-Funktion hat. Dazu jetzt mehr! 🙂

Schlüssel-Schloss-Funktion innerhalb einer Epoche

Warum sind bestimmte globale Zyklen als Schloss und andere als Schlüssel gekennzeichnet?

Dazu lass uns nochmal zur Erinnerung zum Mandala zurückkehren: Im äußeren (blauen) Ring des Mandalas sind die Tore in dunkelblau hervorgehoben, die ihren Sitz im G-Zentrum haben (Tore 25, 13, 10, 1, 46, 7, 15 und 2). Und das G-Zentrum fungiert als eine Art Schloss, das uns nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip an das kosmische Programm anschließt.

Alle 8 mal ~400 Jahre (also ~ 3200 Jahre) stimmen die Tore des inneren (gelben) Rings im Mandala genau mit diesen Toren im äußeren Ring überein. (Achtung: Hier muss nicht das Tor 1 auf dem Tor 1 liegen und Tor 2 auf dem Tor 2, sondern es ist auch ok, wenn Tor 1 auf Tor 2 liegt usw. . Hauptsache, es matchen nur Tore des G-Zentrums im inneren und äußeren Ring.)

Im Bild siehst du z.B. die Mandala Konstellation für den Zeitraum 33 v. Chr. bis 378 n. Chr. – ein globaler Zyklus im Kreuz des Gefährtes der Liebe. Das „Schloss“ für unsere aktuelle „Schlüssel“-Periode im Kreuz der Planung sozusagen.

Die dunkel gefärbten Tore im inneren Ring sind genau die gleichen 8 Tore, wie die dunkel gefärbten Tore im äußeren Ring.

Da das ganze Thema -wie immer- sehr komplex werden kann möchte ich hier nicht viel weiter darauf eingehen, sondern den Input erstmal sacken lassen. 🙂 Wer allerdings noch nicht genug hat und z.B. schon Muster innerhalb der Tabelle erkannt hat, dem kann ich u.A. dieses Youtube-Video und dieses Youtube-Video (beide auf Englisch) empfehlen.

Ein globaler Zyklus und die 6 Linien

Zum Abschluss will ich stattdessen nochmal kurz ein weiteres Thema in Bezug auf einen globalen Zyklus ansprechen. Denn, wenn du Human Design schon länger kennst, weißt du sicherlich, dass es eine Lehre der Differenzierung ist.

Genauso, wie wir das schon von den 64 Toren im persönlichen Chart kennen, lassen sich auch die Tore innerhalb eines globalen Zyklus nochmal unterteilen.

Und zwar zunächst in 6 Linien, die schrittweise im Verlauf des globalen Zyklus aktiv werden. (Wie oben schon erwähnt, der Wechsel von einem Zyklus in den nächsten erfolgt weniger sprunghaft als viel eher kontinuierlich.)

Für unseren aktuellen Zyklus wechseln die Linien zu folgenden Zeiten:

1615 – 6te Linie – Beginn des Zyklus
1684 – 5te Linie
1755 – 4te Linie
1824 – 3te Linie
1892 – 2te Linie
1961 – 1te Line
2027 – Wechsel der Tore – Ende des Zyklus

Jede Linie bringt ihre ganz eigenen Qualitäten mit in ihre aktive Zeit. Aber auch hier möchte ich jetzt nicht mehr zu tief ins Detail einsteigen, sondern erstmal das bisherige Wissen verdauen lassen.

Ausblick: Aktueller, globaler Zyklus im Kreuz der Planung

Okay, das wars jetzt also vorerst mit Input zu globalen Zyklen allgemein.

Ich finde es erstmal wichtig die Grundlagen zu verstehen, bevor man mit dem Interpretieren anfängt. 🙂

Aber nun können wir uns das Gelernte einmal „in action“ anschauen. Wenn du magst, sehen wir uns gleich im nächsten Beitrag zum aktuellen, globalen Zyklus im Kreuz der Planung!

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